Silvester feiern in Deutschland, Österreich und der Schweiz

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Prosit Neujahr - so begrüßen Sie das Neue Jahr
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- Sprache schenken zum Jahreswechsel
An Silvester feiern wir das Jahresende und begrüßen gleich anschließend das neue Jahr. Dabei werden Rituale und Traditionen zelebriert, die oft auf Aberglauben und auch lokale Eigentümlichkeiten zurück gehen.
Bei dieser Gelegenheit wird zumeist nicht nur kräftig gefeiert, sondern vieles dient dazu mögliches Unglück im neuen Jahr abwenden oder oder zu sehen, was die Zukunft bringt.

Zum Jahreswechsel werden überall in Deutschland möglichst farbenfrohe und laute Feuerwerke mit allerlei Raketen, Knallfröschen, Bühnenfontänen und Böllern veranstaltet. Ohne das ist kein Silvester :-). Doch das Jahresendfest hat noch mehr zu bieten.

Geschichte und Tradition

  • Namensgebung: Silvester ist nach dem Todestag des Papstes Silvester I († 31. Dezember 335) benannt.
  • Geschichte: Dieser Tag wurde im Jahr 1582 mit der Gregorianischen Kalenderreform von Papst Gregor XIII. 1582 als der letzte Tag des Jahres festgelegt. Damit wollte Papst Gregor XIII. den Mann unsterblich machen, der nach einer Legende den römischen Kaiser Konstantins zum christlichen Glauben bekehrte und damit die Christianisierung des römischen Imperiums einleitete.
    Dennoch haben die Bräuche um "Silvester" einen heidnischen Hintergrund, denn bereits die Germanen haben zur Jahreswende böse Geister und Dämonen mit Licht und lärmenden Umzüge vertrieben, die besonders zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar ihr Unwesen treiben.
  • So ist zu verstehen, warum es zu allen Zeiten alle möglichen Bräuche und Orakelsprüche gab. Davon wird heute noch am häufigsten das Bleigießen zelebriert. Damit sitzt die ganze Silvestergesellschaft im Kreise, schmilzt mit einem Löffel ein Stück Blei über einer brennenden Kerze und kippt das flüssige Blei anschließend in ein Glas mit kaltem Wasser. Die dabei entstandene Bleifigur so wird interpretiert, dass Ereignisse des neuen Jahres vorhergesagt werden können. Ähnelt die Bleifigur z.B. einem Ball, steht einem Glück bevor, ein zerbrochener Ring jedoch sagt eine Trennung voraus.
  • Viele andere Bräuche sind heute in Vergessenheit geraten oder nicht überall populär: Dazu gehört beispielsweise das "Bibelstechen", wobei Bibel seitlich mit dem Daumen geöffnet und dann blind auf eine Textstelle gezeigt wurde. Diese sollte dann einen Blick in die Zukunft gestatten. Auch werden an Silvester Glücksbringer wie Marienkäfer oder Schornsteinfeger aus Schokolade verschenkt. Oder man soll am 31.12. viel Linsensuppe essen, wobei die Linsen für Goldmünzen stehen. Auch die Schuppe eines Silvesterkarpfens, im Portemonnaie getragen, soll das ganze Jahr über Glück bringen. Jedes hat dabei seine eigene Glückbringergeschichte.

Glückwünsche zu Silvester

  • Auf vielen Feiern werden die letzten zehn Sekunden des alten Jahres laut abgezählt und dann pünktlich um 12 Uhr Mitternacht stößt man traditionell mit einem Glas Sekt oder Champagner an und wünscht sich "Prosit Neujahr". Prosit leitet sich von dem lateinischen Verb prodesse (= nützen) ab. Der Trinkspruch bedeutet damit "es nütze" oder "es möge gelingen". So wünscht man sich und seinen Mitmenschen ein gutes und erfolgreiches neues Jahr.
  • Mit näher rückendem Silvestertag wünscht man sich bei jeder Verabschiedung und in Briefen "Guten Rutsch!" oder "Einen guten Rutsch ins neue Jahr!" oder "Alles Gute zum neuen Jahr, Glück und Gesundheit". Varianten gibt es dazu viele. In der Deutsch-Schweiz sagt man "Rutsch guet übere!". Dieser Spruch wurde von dem jiddischen Ausdruck "Gut Rosch" abgeleitet, der "Anfang" bedeutet.

Lerntipps und Verweise

Viele Hinweise und Erläuterungen zu Silvesterfeiern und Silvesterbräuchen sind


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